Sowohl das Abwechseln als auch das Teilen ist schwierig, und Erwachsene neigen dazu, Kinder dazu aufzufordern, lange bevor sie dazu bereit sind – und ohne ausreichende Hilfe. Es ist einfach, einem Kind zu sagen, es solle es seinem Freund mitteilen, aber es ist eine ganz andere Sache, dass es weiß, wie es geht – und bereit ist.
Es ist wichtig, die Unterschiede zwischen Abwechseln und Teilen zu kennen und ein Gespür dafür zu haben, wann Kinder dazu bereit sind – und welche Art von Unterstützung sie dabei benötigen.
Was ist der Unterschied zwischen Abwechseln und Teilen?
Über das Abwechseln
Kinder können kognitiv und entwicklungstechnisch bereits im Alter von etwa zwei Jahren dazu bereit sein, sich abzuwechseln, aber selbst das ist noch recht früh und erfordert Hilfe. Abwechslung in diesem Alter erfordert fast immer die starke Unterstützung und Anleitung eines Erwachsenen, da sich Kinder noch in einem frühen Stadium befinden, in dem sie etwas über die Welt außerhalb ihres eigenen Geistes lernen. Paralleles Spielen wird noch einige Zeit weit verbreitet sein, ebenso wie das Zuschauerspiel – wenn Kinder Interesse am Spiel anderer zeigen, aber noch nicht mitmachen.
Sich abzuwechseln kann für kleine Kinder eine Herausforderung sein, weil es sich möglicherweise unvorhersehbar anfühlt: Welche Regeln gelten? Warum wechseln wir uns mit bestimmten Objekten ab und mit anderen nicht? Warum müssen wir das überhaupt tun? Es kann sich auch wie eine ständige Enttäuschung anfühlen, wenn Kindern abwechselnd alle paar Minuten ein geliebter Gegenstand weggenommen wird.
Wie wäre es mit Teilen?
Teilen ist ein komplexes Ziel der Zusammenarbeit und wird erst dann wirklich präsent, wenn die Kinder vier oder sogar älter sind. Auch dann bedarf es oft der Unterstützung. Kinder in diesem Alter beschäftigen sich oft mit dem sogenannten assoziativen Spiel, bei dem sie nebeneinander mit den gleichen Materialien spielen, aber nicht aktiv gemeinsam auf ein Ziel hinarbeiten.
Wenn Kinder vier und fünf Jahre alt sind, nähern sie sich dem kooperativen Spiel, da sie jetzt flexibler mit dem Besitz umgehen können. Ihre Fähigkeiten zur Zusammenarbeit nehmen mit zunehmender Übung zu, sie sind kognitiv für komplexere Spielarten bereit und ihr soziales Bewusstsein beginnt sich zu schärfen. In dieser Phase des Spiels nimmt das Teilen immer mehr Nuancen an, bleibt aber oft eine Herausforderung.
Wie kann man einem Kind beibringen, zu warten, bis es an der Reihe ist?
Alle Möglichkeiten, die Geduld eines Kindes zu stärken, brauchen Zeit und sind lohnenswerte Hilfsmittel – Warten ist einfach nicht einfach. Wenn Sie einen Spieltermin oder eine Situation planen, in der es wahrscheinlich zu gemeinsamem Spielen, Abwechseln und Warten kommt, sollten Sie Folgendes beachten:

Im Foto: Das Blockset