Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass Ihr Baby wacher wird, wenn Sie es nach draußen bringen? Frische Luft und Sonnenschein haben gut dokumentierte Vorteile, aber draußen zu sein ist auch in anderer Hinsicht gut für Ihr Baby. Ihre Sinne werden durch den visuellen Kontrast von Bäumen oder Gebäuden vor dem Himmel, einer Brise im Gesicht und neuen Düften und Geräuschen stimuliert. Zeit draußen zu verbringen kann auch die Sprachkenntnisse verbessern – und vielleicht sogar den Schlaf.
Wenn Sie keinen unmittelbaren Zugang zur Natur haben, müssen Sie sich keine Sorgen machen, dass Ihr Baby etwas verpasst. Allein der Aufenthalt draußen inmitten einer geschäftigen Stadt kann ihnen genauso viele Vorteile bringen wie ein Spaziergang im Wald, auch wenn er sich etwas anders anfühlt ❤️
Hier sind einige der vielen Gründe, Ihr Baby mit nach draußen zu nehmen:
Neue Empfindungen führen zur Entwicklung des Gehirns
Neue Anblicke, Geräusche, Gerüche und Texturen sind für Ihr Baby angenehm und aufregend. Selbst wenn sie an Ihrer Brust festgeschnallt sind oder in einem Kinderwagen fahren, erhalten sie draußen alle möglichen Stimulationen, die sie drinnen nicht bekommen. Diese Stimulation hilft beim Aufbau der Synapsen – Verbindungen zwischen Zellen im Gehirn Ihres Babys –, die für die kognitive Entwicklung von entscheidender Bedeutung sind.
Neue Sprache
Es kann eine Herausforderung sein, neue Ideen zu entwickeln, worüber man mit Ihrem Baby sprechen kann. Außerhalb der Zeit können Sie neue Wege finden, mit Ihrem Baby in Kontakt zu treten. Sie können erzählen, was Sie sehen, oder ihren Arm mit einem Blatt kitzeln. Wenn Ihr Baby auf einen Baum schaut, nähern Sie sich ihm und fordern Sie es auf, ihn zu berühren, während Sie beschreiben, was es sieht und fühlt: Sie berühren die Rinde des Baumes. Es fühlt sich rau an, nicht wahr? Die Rinde trägt zum Schutz des Baumes bei. Wenn Ihr Baby auf ein Geräusch reagiert, das es hört, versuchen Sie, die Quelle zu finden, es zu benennen und zu beschreiben.
Besserer Schlaf
Die Sonneneinstrahlung spielt eine wichtige Rolle dabei, wie unser Körper Melatonin ausschüttet, das oft als Schlafhormon bezeichnet wird. Eine Studie aus dem Jahr 2004 im Journal of Sleep Research ergab, dass Babys, die nachts gut schliefen, am frühen Nachmittag deutlich mehr Licht ausgesetzt waren. Besonders wenn Sie ein wählerisches Baby haben, kann die Zeit im Freien am Nachmittag – vom späten Nachmittag bis zum Abend – dabei helfen, den Schlaf-Wach-Rhythmus zu regulieren. Selbst an einem bewölkten Tag kann der Aufenthalt im Freien dazu beitragen, den Tagesrhythmus Ihres Babys schneller zu etablieren, als wenn es den ganzen Tag drinnen wäre.
Wie man sie anzieht
Anhand einiger Überlegungen und Faustregeln können Sie erkennen, wann Sie Ihr Baby sicher nach draußen bringen können und wie Sie es für heißes oder kaltes Wetter anziehen. Hier sind einige, die Sie beachten sollten:
Babys können sich nicht so abkühlen wie wir; Ihre Schweißdrüsen brauchen Zeit, um sich zu entwickeln. Wenn es draußen besonders heiß ist, vermeiden Sie, dass die Sonne direkt auf Ihr Baby scheint. Die FDA empfiehlt keine Sonnencreme für Babys unter 6 Monaten. Setzen Sie daher eine Mütze auf den Kopf und verwenden Sie einen Sonnenschutz an der Babytrage oder am Kinderwagen. Babys sollten sich nicht längere Zeit draußen aufhalten, wenn die Temperatur über 30 °C liegt.
Außerdem frieren Säuglinge schneller als Erwachsene. Ziehen Sie Ihr Baby daher in Schichten an. Auf diese Weise können Sie je nach Bedarf eine Ebene hinzufügen oder entfernen. Wenn Sie Ihr Baby für die kalte Jahreszeit anziehen, vergessen Sie nicht seine Füße, Hände und sein Gesicht. Selbst bei kalten Temperaturen können Babys leicht überhitzen. Behalten Sie sie daher immer im Auge, wenn Sie unterwegs sind – und ziehen Sie bei Bedarf zusätzliche Schichten aus.
Erfahren Sie mehr über die Forschung
Bento, G., Die Bedeutung des Spielens im Freien für die gesunde Entwicklung kleiner Kinder . Porto Biomedical Journal , 2 (5), 157-160.
Harrison, Y. (2004). Der Zusammenhang zwischen der Lichtexposition am Tag und dem Nachtschlaf bei 6–12 Wochen alten Säuglingen . Zeitschrift für Schlafforschung , 13 (4), 345-352.