4 Arten von Rollenspielen – und warum sie wichtig sind

Rollenspiele sind eine der wirksamsten Lernmethoden für kleine Kinder. Dadurch können sie mit Aktivitäten und Rollen experimentieren, die sie im wirklichen Leben oft nicht ausprobieren können.

Wenn Ihr Kleinkind beispielsweise so tut, als würde es seine Puppe baden, kann es sich wie ein Elternteil und Betreuer verhalten. Dies ist eine großartige Gelegenheit für sie, sowohl kognitive als auch sozial-emotionale Fähigkeiten zu entwickeln. Möglicherweise hören Sie auch, dass sie neue Wörter verwenden, die Sie noch nie zuvor gehört haben.

Die Art und Weise, wie Ihr Kind so tut, als würde es spielen, wird sich im Laufe seines Wachstums verändern.



1. Nachahmendes Spiel

Wann es beginnen könnte: 13 bis 18 Monate

Wenn Ihr Kleinkind eine Decke über eine Puppe legt oder plappernde Geräusche macht, während es ein paar Seiten eines Pappbuchs umblättert, betreibt es ein Nachahmungsspiel. Das sehr frühes Rollenspiel beinhaltet das Wiederholen und Üben kleiner Ausschnitte dessen, was sie tun oder sehen, was Sie tun. Es offenbart die wachsenden kognitiven und Gedächtnisfähigkeiten Ihres Kleinkindes – es sieht, was Sie tun, erinnert sich dann daran und spielt es später noch einmal nach.

2. Symbolisches Spiel

Wann es beginnen könnte: 18 bis 24 Monate

Die Verwendung eines Objekts als Ersatz für ein anderes signalisiert einen kognitiven Sprung, der als Repräsentation bekannt ist – den Beginn des symbolischen Spiels. Ihr Kind könnte zum Beispiel eine Schüssel mit kleinen Blöcken füllen und dann so tun, als würde es die Suppe, die es zubereitet hat, umrühren und essen. Mittlerweile wissen sie, dass Blöcke zum Bau von Türmen verwendet werden, sie können aber auch für etwas ganz anderes stehen, etwa für Kartoffeln und Karotten. Sie wenden das gleiche Konzept an, wenn sie lernen, dass Buchstaben Laute darstellen und Wörter abstrakte Ideen wie Liebe darstellen können ❤️

3. Dramatisches Spiel

Wann es beginnen könnte: 2 1/2 bis 3 Jahre

Wenn Ihr Kind anfängt, ganze Szenen aus dem Leben nachzuahmen, beispielsweise die Schritte seiner Schlafenszeitroutine mit einer Puppe nachzuspielen, befindet es sich in einer neuen Phase, die als dramatisches Spiel bezeichnet wird. Dies weist auf eine weitere kognitive Veränderung hin – Ihr Kind kann sich nun an die Reihenfolge der Schritte in einer Routine erinnern.

Mit der Zeit wird ihr dramatisches Spiel immer ausgefeilter. Sie können zu längeren, komplizierteren Szenarien führen, etwa nach einem kürzlichen Besuch beim Kinderarzt zum Arzt zu gehen und den Patienten durch ein Stofftier (oder Sie selbst) zu vertreten.

Sie können diese realistischen, dramatischen Spielszenarien auch mit kleinen Figuren oder Steckpuppen nachspielen. Dies wird als „Small World Play“ bezeichnet. Der Holzcamper mit abschließbaren Türen (The Free Spirit Play Kit) und das modulare Spielhaus (The Observer Play Kit) eignen sich perfekt für realistisches Spielen in einer kleinen Welt. Je öfter Ihr Kind diese dramatischen Szenarien durchspielt, desto mehr übt es sich darin, die Perspektive anderer Menschen einzunehmen.

4. Fantasy-Spiel

Wann es beginnen könnte: Ungefähr 4 Jahre

Je komplexer das Spiel Ihres Kindes wird, desto unrealistischer wird es. Vielleicht sind sie ein Superheld, der den Tag rettet, oder ein Dinosaurier, der durch die antike Erde streift. Diese Art von Fantasy-Spiel markiert einen weiteren Erkenntnissprung: Ihr Kind stellt sich nun Szenen vor, die es noch nie erlebt hat, und nähert sich damit dem Verständnis abstrakter Ideen und Konzepte.

Oft experimentieren Kinder mit Regeln und mächtigen Rollen im Fantasy-Spiel. Egal, ob es mit einer Gruppe von Freunden oder alleine spielt, beim Fantasy-Spiel hat Ihr Kind die Kontrolle und kann üben abwechselnd , Konfliktlösung und andere soziale Fähigkeiten.

Erfahren Sie mehr über die Forschung

Bergen, D. (2002). Die Rolle von Rollenspielen für die kognitive Entwicklung von Kindern . Frühkindliche Forschung , 4(1), n1.